Du hast dir Business-Englisch stückweise angeeignet – eine Formulierung hier, eine E-Mail-Vorlage da, ein Tipp von einer Kollegin einmal beim Mittagessen. Es funktioniert meistens, aber du hast kein klares Bild davon, was eigentlich noch fehlt oder worauf du dich als Nächstes konzentrieren solltest. Selbstbewusst auf Englisch im Job zu kommunizieren ist ein konkretes, aufbaubares Skillset – kein diffuses Gefühl, das man entweder hat oder nicht.

Business-Englisch zerfällt in echte, getrennte Fähigkeiten
Schriftlicher Ton – E-Mails, Slack, Berichte –, gesprochene Echtzeit-Skills – Meetings, Small Talk, Präsentieren – und situative Fähigkeiten – Widerspruch, Nein sagen, interkulturelles Gespür – sind grundverschiedene Fähigkeiten, die zufällig alle unter dem Label ‘Business-Englisch’ landen. Stärke in einem Bereich sagt nichts über einen anderen aus, und genau deshalb hinterlässt das zufällige Aufschnappen von Formulierungen echte Lücken. Wer es aus dem Deutschen gewohnt ist, in E-Mails präzise und in der Sache klar zu formulieren, merkt oft erst im Meeting, dass genau diese Präzision auf Englisch spontan viel schwerer herzustellen ist.
Ein praktischer Weg, deine tatsächliche Lücke zu finden
Frag dich ehrlich: Kommen schriftliche Nachrichten falsch an – ein Ton- und Registerproblem –, wirst du live einsilbig oder blockierst – ein Meeting- und Auftrittsproblem –, oder sind es bestimmte Situationen mit hohem Einsatz wie Widerspruch, Ablehnung oder Präsentieren, die sich am schwersten anfühlen – ein Problem der situativen Sicherheit? Die meisten Menschen sind in einem Bereich stark und in einem anderen dünn. Die tatsächliche Schwachstelle gezielt anzugehen schlägt generisches ‘mehr üben’ jedes Mal.
Struktur statt Zufallsformeln
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FAQ
Ist ‘Business-Englisch’ wirklich eine einzige Fähigkeit?
Nein – schriftlicher Ton, gesprochene Echtzeit-Skills und situative Momente mit hohem Einsatz sind grundverschiedene Fähigkeiten, auch wenn sie oft unter einem einzigen Label zusammengefasst werden.
Warum hinterlässt das zufällige Aufschnappen von Formulierungen echte Lücken?
Weil Stärke in einem Bereich, etwa schriftliche E-Mails, sich nicht automatisch auf einen anderen überträgt, etwa live in Meetings das Wort zu ergreifen – gezieltes Training an der tatsächlichen Schwachstelle wirkt besser als allgemeine Berieselung mit Phrasen.
Wie finde ich meine tatsächliche Lücke heraus?
Prüf ehrlich, ob dir schriftliche Nachrichten, live sprechen oder bestimmte Situationen mit hohem Einsatz am schwersten fallen – dort liegt meistens die echte Lücke, nicht dort, wo du zufällig am meisten geübt hast.
Ist das dasselbe wie generisches Kommunikationstraining?
Nein – hier geht es gezielt um die englischsprachige Ebene der Kommunikation im Job, getrennt von allgemeinem Kommunikationstraining in deiner Muttersprache.